Nightingale

Ein Mentorenprojekt für Studierende und Schüler

„Der Praxisbezug im Studium fehlt oder kommt zu spät. Es gibt zu wenig Vorbereitung auf die multikulturelle Schülermischung ….“ Solche und ähnliche Klagen sind bei Lehramtsstudenten immer wieder zu hören.
Auf der anderen Seite bilden in immer mehr Grundschulen Kinder mit Migrationshintergrund die größte Schülergruppe (teilweise über 80%).

Nightingale schafft Erfahrungen

Viele Migrantenfamilien ziehen sich in den letzten Jahren, nicht zuletzt auf Grund von Arbeitslosigkeit, verstärkt in die eigene ethnische oder religiöse community zurück. Die Folge an den Schulen: Viele SchülerInnen bewegen sich ausschließlich in ihrem familiären Umfeld im Kiez.
Viele Umwelterfahrungen, Möglichkeiten, die eine Stadt wie Berlin auch für Kinder bietet (Ausstellungen, Museen etc.) und auch Einblicke in andere Bildungskarrieren bleiben diesen Kindern verschlossen.
Auf der anderen Seite werden angehende LehrerInnen auf diese Situation im Studium kaum vorbereitet.

Hier setzt das Mentorenprojekt Nightingale an. 15-20 StudentInnen treffen sich einmal pro Woche mit den Kindern und zeigen ihnen Vielfältiges in Berlin. Von der Universität über Museen bis hin zum Wannsee. Somit bieten sie ihnen Erfahrungen bei denen man noch mal anders als im Unterricht lernen kann. Gleichzeitig lernen die StudentInnen die Erfahrungs- und Lebenswelt der SchülerInnen kennen und bauen Vorurteile ab.
Ein Lernprozess kann so auf beiden Seiten entstehen.

nightingale

Wo kommt Nightingale her?

Die Projektidee kommt aus Schweden, wo inzwischen mehr als 1000 Kinder mit ihren StudentInnen teilgenommen haben.
Wir konnten die Freie Universität Berlin als Partner gewinnen und

haben das Projekt im Schuljahr 2005/06 in einer Pilotphase gemeinsam erprobt. An unserer Schule war die Begeisterung sehr groß, die teilnehmenden Studierenden waren ebenfalls sehr angetan.

Seitdem läuft das Projekt erfolgreich mit durchschnittlich 17 Student/innen pro Schuljahr.
Das Projekt wird seit Herbst 2009 unter dem zusätzlichen Titel „Hand-in-Hand“ durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung gefördert und über den Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) finanziert.


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